Partner

Gemeinde Nümbrecht: Anschrift: Hauptstraße 16 - 51588 Nümbrecht Tel.: 02293 / 302-0 E-Mail: info@nuembrecht.info

Breitbandausbau

Das Projekt

Alle Informationen rund um Projektfortschritt und -Ergebnisse finden Sie auf den Seiten unseres Partners GWN:

https://www.gwn24.de/
http://www.luzie24.de/
https://www.facebook.com/Gwn24/

Insgesamt beläuft sich die Gesamtlänge des Breitbandnetzes auf ca. 240 km; davon werden ca. 212 km im Tiefbau und 29 km entlang von bereits bestehenden Freileitungstrassen verlegt.

Von den erwähnten 212 km Tiefbau entfallen 

  • ca. 60 km auf zu errichtende Hausanschlussleitungen bei einem Anschlussgrad von 100%
  • ca. 114 km Backbone -Trasse innerhalb der KVZ
  • ca. 37 km Verbindungs-Backbone-Trasse zwischen den KVZ

Es werden insgesamt 141 KVZ als Verteiler im Gemeindegebiet errichtet, der zentrale POP befindet sich in Homburg-Bröl/Papiermühle.

Unser Ziel war es die Bürgerinnen und Bürger möglichst wenig zu belasten. Da einige Belastungen wie bsp. Verlegungsarbeiten im Verkehrsbereich nicht vermieden werden können, wollten wir im Bereich der Hausanschlüsse eine möglichst belastungsarme Verlegemethode anbieten. Dies ist uns auch mit dem sogenannten Spülbohrverfahren gelungen. Hierbei können die benötigten Leitungen mit Hilfe von zwei Kopflöchern unterirdisch von der Straße bis an die Hauswand gespült werden, hierdurch wird wesentlich weniger Schaden an bestehenden Außenanlagen angerichtet als mit einer offenen Bauweise. Ob das Spülbohrverfahren bei Ihnen eingesetzt werden kann ist zu gegebener Zeit mit unserem Partner zu klären.

Das passive Netz wird gemäß der Förderrichtlinien von Land und Bund auf einer Point-to-Point Struktur (P2P)  aufgebaut. Das aktive Netz wird zunächst auf Basis einer GPON-Struktur errichtet, wobei die aktiven Splitter nicht "im Feld" sondern zentral im POP eingesetzt werden sollen. Dieser Aufbau erleichtert das Störungsmanagement und ist in Bezug auf einen weiteren Netzaufbau sowie auf die Anfrage nach höheren Bandbreiten flexibel. Für den Umstieg von der aktiven GPON-Struktur auf eine aktive Point-to-Point-Struktur müssen lediglich die Netzwerkkarten in dem zentralen POP getauscht werden, da die passive Technik ja bereits auf P2P ausgerichtet ist.

Ein technischer Vorteil der P2P-Technik ist die höhere Datensicherheit da die Kunden auf Wunsch über eine "eigene" Glasfaser versorgt werden können, die nur die Datenpakete des jeweiligen Kunden transportiert. Dies kann vor allem für bestimmte Firmenkunden eine Grundvoraussetzung sein, einen Glasfaseranschluss zu beantragen.

Aus diesen Gründen stellt die bei Bedarf notwendige Möglichkeit der einfachen Umstellung des GPON-Netzes auf ein aktives P2P-Netz die sowohl wirtschaftlichste als auch nachhaltigste Netztechnik dar, um auch den zukünftig ansteigenden Anforderungen an eine Breitbandversorgung gerecht werden zu können.

28.10.2016  Antragsstellung  an Bund und Land - Fördersumme gesamt: 26,389 Mio. EUR

07.11.2016  „Letter of Intent“ zur Kofinanzierung des Landes

28.11.2016  Bescheid der AteneKOM für die Zulassung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns. Daraufhin wurde der europaweite Teilnahmewettbewerb durchgeführt

21.03.2017  Erhalt des vorläufigen Zuwendungsbescheid des Bundes über 13,195 Mio. EUR

26.05.2017  Fristende zur Abgabe der indikativen Angebote

31.05.2017  Bietergespräche mit den interessierten Bietern
01.06.2017  Bietergespräche mit den interessierten Bietern

07.07.2017  Fristende zur Abgabe der endgültigen Angebote

13.07.2017  Ratsbeschluss zur Vergabe an den wirtschaftlichsten Anbieter

27.07.2017  Zustimmung der Bundesnetzagentur zum verhandelten Ausbauvertrag am 27.07.2017

17.08.2017  Übergabe des vorläufigen Zuwendungsbescheids des Landes über 13,195 Mio. EUR

25.08.2017  Vertragsunterzeichnung mit dem Partner am 25.08.2017

10.09.2017  Erste Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen

Grundlagen und Ziele

Die Gemeinde Nümbrecht hat das Ziel, in den strukturell unterversorgten Gebieten der Gemeinde langfristig ein nachhaltiges sowie leistungsfähiges Breitbandnetz zu schaffen. Dies bedeutet für uns ein Breitband-Netzwerk nicht wie bei manch anderen Ausbauvorhaben in Form eines FTTC-Ausbaus (Fibre to the Curb), sprich auf der letzten Meile auf Kupferleitungen, sondern ein Lichtwellenleiter-Netz (LWL-Netz) auf Basis eines FTTB-Ausbaus (Fibre to the building), sprich Glasfaser bis ins Haus. Diese Bauweise ermöglicht es dem Netzbetreiber technisch im Up- und Download symmetrische Bandbreiten bis zu 1000Mbit/s anbieten zu können.

Folgende Mindestanforderungen an das neue Breitbandnetz legte die Gemeinde Nümbrecht fest:

  • Mindestbandbreiten von mind. 100 Mbit/s symmetrisch
  • Optimale Ausnutzung und Einbindung bestehender kommunaler Infrastrukturen

Im Vorfeld dieses Verfahrens hat die Gemeinde Nümbrecht ein Markterkundungsverfahren gem. § 4 der Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Next Generation Access (NGA)-Breitbandversorgung („NGA-Rahmenregelung“) durchgeführt. Das vorgenannte Markterkundungsverfahren hat ergeben, dass voraussichtlich gemäß NGA-RR ein Großteil des Gemeindegebietes ohne die Gewährung einer Beihilfe weiterhin unterversorgt bleiben und kein flächendeckendes NGA-Netz entstehen wird.

Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde Nümbrecht entschieden selbst aktiv zu werden und mit Hilfe einer Förderung des Bundes und des Landes NRW ein modernes und zukunftssicheres Breitbandnetz zu errichten. Als Ziel für den Breitbandausbau setzte sich die Gemeinde möglichst alle Einwohner und Unternehmen im Ausbaugebiet mit einem flächendeckenden, zuverlässigen, erschwinglichen, hochwertigen und zukunftsfähigen Breitbandnetz zu versorgen.

Ihre Ansprechpartner

Lorena Gran
Kundenbetreuung
Telefon: 02293 911 343
gran@gwn24.de
www.gwn24.de

Christian Simara
Technische Betreuung
Telefon: 02293 911 323
simara@gwn24.de
www.gwn24.de

Breitbandversorgung als Chance...

  • Gerade ländliche Gemeinden wie die Gemeinde Nümbrecht zeichnen sich durch dünne Besiedelung und große Entfernungen zwischen den Ortsteilen aus. Dies sind auch die Gründe warum Telekommunikationsunternehmen bisher wenig Interesse gezeigt haben eine Verbesserung der Internetversorgung im Eigenausbau durchzuführen.
  • Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler, Schulen und nicht zuletzt die Betriebe haben durch den Fortschritt der Technik in den letzten Jahren einen stark angestiegenen Bedarf an einer guten Internetversorgung. Das Internet ermöglicht es Distanzen zu überwinden indem Informationen und Daten schnellstmöglich und unbegrenzt ausgetauscht werden können.
  • Viele Bereiche unseres Lebens werden immer mehr auf onlinebasierte Plattformen gestellt, was zu einem starken Anstieg der Anforderungen an ein zukunftsfähiges Breitbandnetz führt.

Der Breitbandausbau wird zu einer wesentlichen Steigerung des Wohnwertes der Bürgerinnen und Bürger und zu einer wesentlichen Verbesserung des Wirtschaftsstandorts Nümbrecht führen da die Digitalisierung viele Arbeits- und Lebensbereiche umstrukturieren und vereinfachen wird.

  • Ärztliche Versorgung - Es gibt in einigen ländlichen Regionen die Entwicklung im hausärztlichen Bereich, die Hausbesuche des Arztes auf das notwendigste zu reduzieren, und eine Beratung via Internet zu ermöglichen. Dies könnte zu einer Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum führen.
  • Leistungen von Banken, Versorgern , der Verwaltung und anderen Dienstleistern könnten Online via Internet erfolgen.
  • Auch der Homeoffice-Bereich könnte durch die bessere Internetstruktur gefördert werden und es somit den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen weniger zu pendeln, oder überhaupt erst eine Arbeitsstelle via Homeoffice annehmen zu können.
  • Das Breitbandnetz kann die Grundlage schaffen, eine lokale Versorgung über Online-Portale zu gewährleisten. Hier könnten sich lokale Anbieter zusammenschließen und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherstellen, welche bis in den letzten Aussenort durch das neue Breitbandnetz auf diese Portale zugreifen könnten.

Gefördert durch