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Nümbrecht aktuell - CO2-Fußabdruck

Der CO2-Fußabdruck eines jeden Einzelnen zeigt die CO2-Emissionen, die jeder über das Jahr sozusagen „produziert“. Im Durchschnitt erzeugt jeder Deutsche ca. 12 Tonnen im Jahr. Dabei werden diese Emissionen in verschiedenen Bereichen erzeugt. Zu den Hauptbereichen zählen Haushalt (Strom- und Wärme), Ernährung, Konsum und Mobilität. Mit verschiedenen Rechnern im Internet lassen sich diese Bereiche darstellen und jeder kann seinen persönlichen Beitrag zu den CO2-Emissionen ermitteln. Die Rechner basieren auf verschiedenen Grundlagen. Ein Rechner ist auf der Seite des Umweltbundesamts zu finden: 

https://uba.co2-rechner.de/de_DE/start

Ein durchgeführter Test führte zu durchschnittlichen CO2-Emissionen von ca. 11,8 Tonnen pro Jahr.Beim Thema Konsum und Mobilität besteht häufig die Möglichkeit durch verschiedenste Aktionen und Programme einen CO2-Ausgleich durchzuführen. Dies ist häufig mit der Unterstützung von regionalen und überregionalen Programmen zum Klimaschutz verbunden, bspw. das Pflanzen von Bäumen. Auch heimische Projekte werden unterstützt.
Fraglich ist jedoch, ob nicht die Vermeidung oder Reduzierung im Vordergrund stehen sollte, sodass nicht der Anschein aufkommt es handelt sich um eine Art „Ablasshandel“. Wenn Sie Ihren eigenen CO2-Fußabdruck erstellen sein Sie ehrlich zu sich selbst. Stellen Sie danach Überlegungen an, wie es auch Ihnen im kleinen Rahmen möglich ist, die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Es muss nicht immer die Heizungsanlage oder die Sanierung des Hauses sein. Es kann auch eine Veränderung im alltäglichen Leben sein.

Contracting

Das Thema Contracting rückt auch im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz immer mehr in den Vordergrund. Doch was ist Contracting und welche Vorteile gibt es dabei? Welche Formen von Contracting gibt es?
Contracting bedeutet den Bezug von Energie durch einen Dritten (Contractor) der dem Kunden (Contractingnehmer) verschiedene Energien liefern kann. Dabei kann es sich um Wärme, Licht, oder Strom, aber auch um Kälte handeln. Meist kennt man Contracting aus Unternehmen. Immer mehr Privathaushalte nutzen dies jedoch um sich beispielsweise mit Wärme aus Nahwärmenetzen oder mit Strom aus Photovoltaikanlagen versorgen zu lassen. Dabei hat es gerade für den Contractingnehmer große Vorteile.Der Contractingnehmer muss die Anlagentechnik nicht direkt selbst finanzieren. Ebenfalls wird die Energieversorgung auf den Contractor übertragen, d.h. er übernimmt bspw. bei einer Heizungsanlage die komplette Wärmebereitstellung. Der Contractingnehmer zahlt dann nur eine Servicepauschale, den Verbrauch und ggf. eine Anlagenmietgebühr. Dies ist aber individuell und unterschiedlich gestaltet.
Ein weiterer Vorteil für den Contractingnehmer ist der Einsatz von neuen Technologien. Dadurch spart er nicht nur Energie ein, sondern auch Emissionen, was die Umwelt schont. Zudem steigert sich der Wert der Immobilie beim Einsatz neuer Technologien. Ebenfalls erhält der Kunde eine Komfortsteigerung, dadurch dass er sich in der Regel mit den Erzeugungsanlagen nicht mehr befassen muss. Eine Bindung des Kunden an den Contractor folgt Vertrag. Dieser gilt für einen zuvor festgelegten Zeitraum. Abhängig ist dies jedoch von der Energie und dem Liefermodell. Über den Vertrag sind dann auch die Kosten, Pauschalen und anderes geregelt. Eine Sonderform des Contractings ist das
Energiespar-Contracting. Hier werden auf ein Gebäude zugeschnittene individuelle Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Die Maßnahmen im Bereich Effizient sorgen dann für eine Einsparung. Der Vorteil für den Contractingnehmer ist die Einsparung an Energie und die Steigerung der Effizienz der vorhandenen Anlagensysteme oder Techniken. Hier ist wichtig, dass es kaum zu Investitionen in eine neue Energieerzeugungsanlage kommt. Bei dieser Dienstleistung steht einzig und allein die Steigerung der Effizienz im Vordergrund. Das Nutzerverhalten kann hierbei aber auch eine Rolle spielen und durch Maßnahmen beeinflusst werden.
Der Erfolg der Maßnahmen verspricht der Contractor vertraglich und hat diese entsprechend dem Vertrag geltend einzuhalten. Der Contractor finanziert sich dabei ausschließlich über die Kosteneinsparungen, von denen er einen Anteil erhält. Eine Kombination aus mehreren Contracting-Modellen ist dabei natürlich entsprechend der Einhaltung von Regelungen und Gesetzen möglich.

Falls Sie Interesse am Contracting haben informieren Sie sich vor Ort bei den lokalen Unternehmen, ob diese eine solche Leistung anbieten und wenn ja in welchem Umfang.          

Dämmung

Das Thema Dämmung ist bei vielen bekannt aber dennoch nicht unbedingt beliebt. Dabei zählen Dämmmaßnahmen zu den wichtigsten Aspekten im Bereich Energiesparen. Eine gut ausgelegte und angebrachte Dämmung kann über Jahrzehnte hinweg Einsparungen bringen. Sie steigert nicht nur die Wohnbehaglichkeit sondern kann auch gerade in den steigenden Hitzeperioden als guter sommerlicher Hitzeschutz dienen. Die Amortisationsdauer richtet sich aber auch eindeutig nach dem Alter des Hauses und der bereits vorhandenen modernen Dämmung. So kann ein Altbau über die Fassade bis zu 35% und über das Dach bis zu 20% der Wärme verlieren. Dies ist jedoch nur bei nicht gedämmten Häusern der Fall. Also je weniger ein Haus gedämmt ist, desto eher lohnt sich der Gedanke über die Investition in diese. Dabei gibt es eine Vielzahl von Dämmmaßnahmen.

Fassadendämmung:

 Zu den größten Maßnahmen zählt die Fassadendämmung. Ein günstiger Zeitpunkt für die Durchführung einer solchen Maßnahme ist, wenn Sie eh Fassadenarbeiten durchführen müssen. Die Kosten richten sich nach Art der Dämmung. Dabei spielt schon die Grundsubstanz eine Rolle. Bei Putz- und Ziegelfassaden können Sie Wärmedämmverbundsysteme anbringen. Diese sollten immer von einem Fachbetrieb angebracht werden. Weitere Möglichkeiten sind eine Kerndämmung bei Hohlschichtmauerwerken oder eine hinter lüftete Vorhandfassade. Die Preise sind jedoch variabel und abhängig vom verwendeten Material und von den durchgeführten Arbeiten. Lassen Sie sich im Bedarfsfall von örtlichen Fachbetrieben beraten!

Innendämmung:

Innendämmung hat bei den meisten einen eher schwierigen Ruf. Jedoch kann sie manchmal der beste Lösungsansatz sein. Dies gilt vor allem im Bereich des Denkmalschutzes und der Erhaltung der Fassade. Auch sinnvoll ist sie, wenn keine Möglichkeit der Anbringung einer Außendämmung besteht. Dies gilt vor allem im Kellerbereich, wenn dieser ausgebaut werden soll. Zu beachten ist auch hier, dass stets Fachbetriebe die Arbeiten durchführen oder dies zumindest unter Anleitung und Beobachtung durch Fachbetriebe geschieht. Gerade bei der falschen Innendämmung entstehen so Wärmebrücken und Schimmelstellen. Eine ordnungsgemäß angebrachte Innendämmung kann im Gegensatz zu vorher die Wärmeverluste der nicht gedämmten Räume um bis zu 50% reduzieren.

Kellerdeckendämmung:

Ist die Kellerdecke nicht gedämmt, so können auch dort Wärmeverluste entstehen. Dabei kann eine Dämmung dies um die Hälfte reduzieren. Was genau gedämmt werden muss hängt stark von der Nutzung der Kellerfläche ab. Soll er als Wohnraum genutzt werden, so ist auch eine Innendämmung von Nöten. Soll er unbeheizt bleiben, so reicht eine Kellerdeckendämmung meist aus. Die Deckendämmung wird mit Dämmstoffplatten durchgeführt. Diese werden von unten an die Kellerdecke geklebt. Die Dämmplattendicke liegt ungefähr bei sechs Zentimetern. Bei Hindernissen und Rohrleitungen muss überlegt werden, ob eine mechanische Abhängung effektiver ist, damit die Dämmung angebracht werden kann. Dies können geübte Heimwerker auch durchaus selbst durchführen. Sollte jedoch der Keller als Wohnraum genutzt werden, sollte dies eher von Fachbetrieben durchgeführt werden, um Probleme zu vermeiden.  

Perimeterdämmung:

Als Perimeterdämmung versteht man die an der Gebäudeaußenseite angebrachte Dämmung der Bodenplatte und der Kellerwände. Diese sind also nicht sichtbar im Erdreich liegend. Die Perimeterdämmung ist bei Altbauten sehr aufwändig. Dabei wird häufig ein Graben um das Haus herum ausgehoben, um Zugang zu den Gebäudeteilen zu erhalten. Hierbei dürfen natürlich die Kellerwände nicht beschädigt werden. Eine Bodenplattendämmung kann im Nachgang nicht mehr durchgeführt werden. Es können dann nur die Außenwände gedämmt werden. Da auch hier Fehler nachhaltig für Schäden, Verluste und Schimmelbildung sorgen können ist diese Art der Dämmung nur durch einen Fachbetrieb umzusetzen. Die Kosten für die Anbringung variieren stark und sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Hinzu kommen immer die Kosten für die Erdarbeiten.

Dachdämmung:

Die Isolierung eines Dachs spart etwa 8% Heizenergie pro Jahr. Zudem erhöht sich auch hier Ihr Wohnkomfort durch Hitze- und Kälteschutz. Die Kosten für die Dachdämmung belaufen sich im Schnitt auf 50 bis zu 200 € pro Quadratmeter Dachfläche. Dies hängt von der Auswahl der Dämmung und von der Art des Dachs ab. Dies sind jedoch nur die Kosten für Handwerker und Material. Eine neue Dachdeckung ist hier nicht mit inbegriffen. Die Umsetzung der Dachdämmung kann durch Fachbetriebe, aber auch unter Anleitung in Eigenregie erfolgen. Eine Dachdämmung sollte stets dann erfolgen, wenn Sie den Dachboden als Wohnraum nutzen wollen. Ist dies nicht der Fall genügt meist eine Dämmung der obersten Geschossdecke. Fragen Sie auch hier Ihren Handwerker des Vertrauens um Rat.

Dämmung der obersten Geschossdecke:

Diese Art der Dämmung zählt neben der Dachdämmung zu den günstigsten Maßnahmen im Bereich der Dämmung. Sie wird dann ausgeführt, wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wird. Die Dämmplatten können durch geübte Hobbyhandwerker angebracht werden. Die Kosten richten sich auch hier nach der Art der Dämmung. Soll der Dachboden zudem begehbar bleiben so wird die Dämmung teurer. Die Kosten für eine Einfamilienhaus liegen so im Schnitt bei 2.800 € wenn es begehbar sein soll, bei nicht begehbar etwa bei 1.500 €. Des Weiteren bestimmt natürlich auch die Beschaffenheit der obersten Geschossdecke die Kosten. Weitere Informationen zu Material, Anbringung und Kosten finden Sie bei unterschiedlichen Portalen im Internet oder bei einer Beratung durch Fachbetriebe. 

Austausch der alten Fenster:

Der Austausch der alten Fenster kann bis zu 10% Heizkosten sparen. Der Austausch sollte immer durch einen Fachbetrieb durchgeführt werden. Diese beraten Sie auch in Hinblick auf Art der Fenster, Einbau und Kosten. Wenden Sie sich hierfür an regionale Unternehmen.

Energieausweis

Der Energieausweis hat nicht direkt etwas mit Energiesparen zu tun. Dennoch ist er ein wichtiges Utensil zur ersten Einschätzung des Energiebedarfs einer Hauses oder einer Wohnung. Und er ist zudem für alle Vermieter und Hausverkäufer Pflicht. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Energieausweise. Der Verbrauchsausweis wird allein auf Basis der letzten Jahresverbräuche mit Hilfe von Software berechnet. Da keine Detailrechnungen und Vermessungen notwendig sind halten sich die Kosten eher gering. Hier kann man etwa mit bis zu 50 € je Wohneinheit rechnen. Häufig werden diese Ausweise auch im Internet ausgestellt. Sie können aber auch von Unternehmen und ausgewiesenen Energieberatern erstellt werden. Damit die Energieausweise jedoch ihre Gültigkeit haben, muss das Unternehmen oder der Betrieb nach BAFA/KfW zertifiziert sein. Dies setzt eine Ausbildung zu einem zertifizierten Energieberater voraus.Neben dem Verbrauchsausweis gibt es den Bedarfsausweis, dem eine Detailberechnung zugrunde liegt. Entsprechend erhöhen sich hier die Kosten eines solchen Ausweises. Je nach Aufwand und Arbeitsleistung können so bis zu 300 Euro Grundpauschale plus 50 bis 100 € je Wohneinheit anfallen. Fragen Sie ihre regionalen Energieberater oder Handwerksunternehmen bei Bedarf. Oder lassen Sie sich den Ausweis über verschiedene Portale oder andere Unternehmen ausstellen. Im Internet stehen auch Suchportale zur Verfügung, welche zertifizierte Unternehmen und Berater in Ihrer Nähe anzeigen.  

Fastenzeit

Karneval ist vorbei, Ostern naht.
Dazwischen ist die Fastenzeit.
Viele nehmen sich diese Zeit, um auf die verschiedensten Dinge zu verzichten, sie zu reduzieren.

Auch fürs Klima fasten?

Verzichten Sie doch mal auf das Auto. Vermeiden Sie unnötige Autofahrten.
Fahren Sie in Gemeinschaften zusammen wenn möglich. All das spart Kraftstoff und senkt die CO2-Emissionen. Und schont gleichzeitig das Portemonnaie.
Reduzieren Sie ihren Stromverbrauch. Schauen Sie doch mal nicht jeden Abend fern oder schalten die Spielekonsole/PC ein.
Gehen Sie nicht jeden Abend in die Wanne. Eine kurze Dusche spart Wasser und Heizenergie.
Versuchen Sie auf unnötigen Plastikmüll zu verzichten. Nicht alles was dreifach verpackt ist, ist auch gleichzeitig besser.
Kaufen Sie doch mal regional statt Produkte aus fernen Ländern.


Wer kleine Dinge im Alltag ändert, der kann auch viel bewegen.

Versuchen Sie in der Fastenzeit diese kleinen Dinge in Ihrem Alltag zu ändern.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Vielleicht bleibt es ja darüber hinaus.

BAFA-Förderung Austausch Heizungsanlagen

Seit dem 01.01.2020 gibt es das Förderprogramm der BAFA zum Austausch alter Heizungsanlagen gegen eine neue, mit erneuerbaren Energien betriebene, Heizungsanlage. Dabei werden verschiedene Kriterien zur Umrüstung auf erneuerbare Energieträger aufgerufen. Im Zuge des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung sollen nach und nach alte Ölheizungen verschwinden und neue ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zugelassen werden. Das aktuelle Förderprogramm bietet daher eine Möglichkeit einen Austausch vorzunehmen. Die Förderhöhe richtet sich je nach installiertem Heizungstyp. Sie reicht von 30% bis zu 45% bei Austausch von alten Ölheizungen (sozusagen als „Abwrackprämie“).

Wichtig ist es, den Antrag bei der BAFA vor Durchführung der Maßnahme zu stellen. Ansonsten wird Ihr Antrag abgelehnt.

Wie hoch die Förderhöhen im Einzelnen sind, was es bei der Auswahl der Anlagen zu beachten gibt und wo Sie den Förderantrag stellen können finden Sie unter:

www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/heizen_mit_erneuerbaren_energien_node.html

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Heizungen wenden Sie sich gerne an ihren örtlichen Handwerker des Vertrauens.

Photovoltaik

Fotovoltaik ist einer der wichtigen Themen um die Energiewende voranzubringen. Sie ist eine Stütze im Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energien. Dabei sind sowohl Privathaushalte, als auch Gewerbe- oder Industriebetriebe gefragt.

Fotovoltaik-Anlagen werden genutzt, um aus der Sonnenenergie Strom zu erzeugen. Dadurch können Sie in Ihren eigenen Strom erzeugen und reduzieren durch den Regenerativstrom gleichzeitig noch die CO2-Emissionen. Bauen Sie noch einen Stromspeicher ein, so steigt Ihre Autarkie. Die Installation von Fotovoltaik-Anlagen wird durch Fachbetriebe durchgeführt. Diese können Sie auch in Hinblick auf die Planung und die Umsetzung beraten. Die Kosten für die Anlagentechnik variiert nach Größe und Modelltyp. Meist beginnen die Anlagen irgendwie im Preissegment von 5.000 bis 7.500 € ohne Speichereinheit. Pauschal lassen sich Kosten von 1.600 € pro
kWp Anlagenleistung nennen. Mit Speicher steigen die Kosten nochmals um mindestens 2.500 €. Förderung gibt es im Bereich Fotovoltaik in Form einer Einspeisevergütung. Die Höhe ist abhängig vom Jahr der Inbetriebnahme und von der Größe der Anlage. Auch bieten manche Städte, Kreise und Länder eine Förderung. Manchmal geben auch Banken Sonderkredite oder Zuschüsse für die Installation einer solchen Anlage. Informieren Sie sich dafür bei Ihren örtlichen Behörden, den Banken ihres Vertrauens oder im Internet bei Förderportalen. Für die Installation eines Speichers gibt es ebenfalls einen Zuschuss. Um sich einen groben Überblick zu verschaffen stellt der oberbergische Kreis ein Solarkataster zur Verfügung. Hier können Sie zunächst einmal Schauen in wie fern ihr Dach für den Betrieb einer solchen Anlage geeignet ist. Dann können Sie Parameter auswählen und Ihre Anlage schon einmal vordefinieren. Die zugehörige Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt Ihnen, was Sie sparen können und wann sich die Anlage gerechnet hat.

https://www.solare-stadt.de/obk/

Entscheiden Sie sich danach für die Fotovoltaik, so sprechen Sie einen örtlichen Handwerksbetrieb ihres Vertrauens an.

Grüne Weihnachten

Alle Jahre wieder…
Die Weihnachtszeit ist gekommen. Die Tage werden ruhiger und besinnlicher. Doch viele sind noch im Vorweihnachtsstress. Ein Baum muss her, Geschenke werden gekauft und an den Festtagen soll etwas Besonderes zu Essen auf den Tisch. Schließlich ist Weihnachten. Doch lassen sich Weihnachten und Klimaschutz verbinden? Gibt es „Grüne“ Weihnachten?
Sicherlich will man in dieser Zeit auf weniges verzichten. Man möchte das Fest genießen. Aber dennoch sollte man dabei auch nach Möglichkeit auf die Umwelt achten.

Bäume sollten, wenn möglich, vor allem aus regionalen Anbauten stammen. Eine mineral- und pestizidfreie Aufzucht spielt dabei eine große Rolle. Wer keine regionalen Bäume bekommen kann sollte sich an „fairen“ Weihnachtsbäumen orientieren. Diese sind nachgewiesen in allen Belangen „fair“ produziert. Sowohl was Umwelt, als auch Arbeitsbedingungen angeht. Wer seinen Baum schmücken möchte kann auch auf Naturprodukte, wie Zapfen, Beeren und Früchte, sowie Strohsterne oder Holzdekoration zurückgreifen. Diese erzeugen im Nachgang weniger Müll, wie Plastiksterne oder Lametta und können auch weitestgehend wiederverwendet werden. Auch die Beleuchtung muss nicht immer üppig sein. Selbst wer LED-Leuchten und Ökostrom verwendet sollte nicht übertreiben. Denn mehr Verbrauch, auch mit Ökostrom, bedeutet nicht gleichsam dass es besser ist. Bei den Geschenken lässt sich ebenso Müll vermeiden. Neben Recyclingpapier (Blauer Engel) können auch Geschenke bspw. in wiederverwendbaren Stofftaschen verpackt werden. An den Weihnachtstagen kann man bei den Speisen auf biologische, saisonale oder lokal produzierte Lebensmittel zurückgreifen. Ähnliches gilt für das Weihnachtsgebäck.
Mit diesen kleinen Tipps, die ein besinnliches, ruhiges und schönes Weihnachtsfest nicht einschränken lässt sich in dieser immer wiederkehrenden Zeit etwas für die Umwelt tun.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern und Ihren Familien, Verwandten und Bekannten ein besinnliches, friedliches und frohes Weihnachtsfest 2019 und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020.
Ihr Klimaschutzmanager der Gemeinde Nümbrecht

Johannes Hericks

Richtig Heizen mit Holz

Holz ist ein Universalbrennstoff mit dem verschiedene Formen von Heizungen betrieben werden können.
Neben Zentralheizungen, die mit Holz betrieben werden (Pelletheizung, Scheitholzvergasern) gibt es Kaminöfen.
Gerade diese sorgen im Winter für wohlige Wärme im Raum. Daneben kann er auch die Heizung unterstützen.
Doch wie lässt sich ein Ofen optimal betreiben?

Folgende Tipps lassen sich leicht umsetzen:

Zunächst einmal sollte nur unbehandeltes Holz verbrannt werden. Behandelte Flüssigkeiten, Sperrholzreste, Rindenbriketts, oder gar Kunststoffe und Abfälle gehören nicht in den Ofen.

Je nach Ofentyp gestaltet sich auch der Anzündvorgang. Am effizientesten ist es zuerst Holzscheite in den Ofen und darüber eine kleine Menge Anzündhölzer zu legen. Dazwischen legt man den Anzünder, sodass es sich schnell entzünden kann. Ist ein Rost vorhanden kann man diese auch unter die Holzscheite legen. Gerade der Anzündprozess verbraucht viel Sauerstoff, sodass die Verbrennung gut ablaufen kann. Stellen sie also genügend Zuluft zur Verfügung. Dies ist je nach Ofen unterschiedlich und kann der Herstelleranleitung entnommen werden. Brennen die Scheite, so können Sie die Luftzufuhr je nach Herstellerangaben reduzieren. Weitere Scheite können bei kleiner Flamme eingelegt werden. Entsprechend ist auch hier Sauerstoff zuzuführen und die Verbrennungsluftzufuhr solange zu erhöhen bis die Entzündung der eingelegten Scheite stattgefunden hat. Um keine nachhaltigen Schäden im Ofen, als auch außerhalb herbeizuführen, sollten die Scheite nicht geworfen, sondern gelegt werden.
Benötigen Sie keine Wärme mehr, so können Sie das Holz abbrennen lassen. Mit der Reinigung sollten Sie erst beginnen, wenn sich das System vollständig abgekühlt hat, sodass nicht versehentlich heiße Glut statt Asche ausgetragen wird.
Schließen Sie zum Abkühlen des Ofens auch die Verbrennungsluftzufuhr.

Lagern Sie ihr benötigtes Holz richtig?
Schützen Sie es vor Feuchtigkeit. Planen helfen im Freien und ein Unterbau schützt das Holz von unten.
Gibt es Vor- oder Nachteile?
Vor allem für das Holz spricht die Umweltbilanz. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Dabei sollte das Holz immer aus der Region kommen.
Das Heizen mit dem Brennstoff Holz hat jedoch auch Nachteile. Vor allem stellen einen Lagerung und Aufwandvor Herausforderungen. Beides muss beim Kauf beachtet werden.

Als Fazit lässt sich sagen, dass der Betrieb eines Ofens, gerade in der kalten Jahreszeit eine wohlige Atmosphäre und Wärme für die Räume im Haus liefert. Wer gerne einen Ofen zu Haus betreiben will, sollte die genannten Punkte beachten. Vor allem aber sollte im Ofen nichts anderes verbrannt werden außer dem Holz selbst, um entsprechend seine Nachbarn nicht zu belästigen und seine eigene Gesundheit nicht zu gefährden. Denn gerade das Verbrennen von Abfall und Plastik erzeugt giftige Abgase.

Heizenergie sparen

Bei der Heizungsanlage besteht viel Energiesparpotenzial, nicht nur durch den Austausch von alten Anlagen. Dabei sind die Maßnahmen so einfach wie simpel und fordern kaum Investitionen. Passend zur Jahreszeit ein paar kleinere Spartipps für den Alltag.  

1. Elektronische Heizthermostate

  • einmalige Investitionskosten (je nach Thermostat und
    Funktion ca. 10 - 50€)
  • sowohl für Mieter, als auch für Eigentumsbesitzer geeignet
  • spart Heizenergie durch Regelung der Temperatur nach Zeiteinstellung (Wärme nur dann, wenn benötigt)
  • Kann pro Jahr im Durchschnitt 40 bis 150 € sparen. (2 Personen-Haushalt 70m²-Wohnung; Gastherme)
  • Tausch alter Ventile (am besten etwa alle 15 Jahre)

2. Entlüften des Heizkörpers

Werden ihre Heizkörper nicht richtig warm, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist?
Dann ist Luft in den Heizkörpern. Diese Luftblase bedeutet unnötige Energieverschwendung. Entlüften Sie ihre Heizkörper regelmäßig und Sie können bis zu 70 € in einem Einfamilienhaus oder in einer Mietwohnung rund 30 € im Jahr sparen.

3. Temperatur richtig einstellen

Je nach Raum und Nutzung gibt es optimale Raumtemperaturen. Diese liegt Wohnbereich bei ca. 20 °C, in der Küche zwischen 18 und 20 °C, im Bad bei 23 °C und im Schlafzimmer 16 – 18 °C und in den Fluren bei 16°C.

4. Richtig Lüften

Sie sollten ihre Fenster nicht kippen, um zu lüften. Der Luftaustausch bei gekippten Fenster ist geringer als bei weit geöffnetem Fenster. Dies fördert Schimmelbildung. Im Winter sollten sie mehrmals am Tag, kurz Stoßlüften. Im Sommer kann die Zeit des geöffneten Fensters auch länger sein. Drehen Sie während des Lüftens die Thermostate an den Heizkörpern zu. Vergessen Sie auch das Lüften nach dem Baden oder Duschen nicht, um Feuchtigkeit zu vermeiden.

5. Fenster isolieren

Sie sollten darauf achten, dass Ihre Fenster richtig abgedichtet sind und keine Zugluft entsteht. Im Baumarkt können Sie dafür Dichtungsband kaufen. Ob Zugluft entsteht kann man mit einem brennenden Teelicht herausfinden.
Fragen Sie in Ihrem Baumarkt oder bei örtlichen Handwerksbetrieben nach, wenn Ihnen die Anbringung der Dichtung am Fenster schwerfällt. Gegebenenfalls helfen Ihnen auch Anleitungen und Videos aus dem Internet.

6. Jalousien und Rollos nachts schließen

Schließen Sie in kalten Nächten, wenn vorhanden, Jalousien, Rollos und Vorhänge, um die Fenster zusätzlich zu isolieren. Das kann ca. 15€ pro Jahr an Heizenergie einsparen.

7. Warmwasser sparen

Warmwasser ist einer der großen Heizkostenpunkte im Haushalt. Ob durch Strom (Durchlauferhitzer, Boiler) oder durch eine Heizungsanlage erwärmt nimmt bei einem deutschen Privathaushalt ca. 14 % des Gesamtenergieverbrauchs ein.   

Dabei kann man an mehreren Punkten hier sparen. Sie sparen Wasser und Heizenergie.

Heizungsanlage - aus alt mach neu

Bei Ihnen zu Hause steht noch eine alte Heizungsanlage, 20 Jahre oder älter? Sie wollen die Anlage tauschen?
Dabei sollten Sie nach Möglichkeit auf fossile Brennstoffe wie Gas und Öl verzichten und beim Heizungstausch auf regenerative Techniken setzen. Hier werden einige vorgestellt:

Wärmepumpe:

Die Wärmepumpe ist heutzutage eine gute Möglichkeit regenerativ Wärmenergie zu erzeugen. Dabei gibt es jedoch mehrere Aspekte zu beachten. Wichtig ist vor allem der Strom, der zum Betrieb der Anlage notwendig ist. Dieser sollte aus regenerativen Quellen kommen. Des Weiteren sollte nach Möglichkeit das Haus in einem guten Dämmzustand sein. (Gilt auch sonst für den effektiven Betrieb von Heizungen). Genaueres dann unter der Rubrik „Dämmen“ in einer der nächsten Ausgaben. Die Effektivität einer Wärmepumpe bestimmt sich auch aus der Jahresarbeitszahl. Je höher diese ist, desto effektiver arbeitet die Wärmepumpe. Hat eine Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 3, so lässt sich pauschal sagen, dass diese eine Kilowattstunde Strom in drei Kilowattstunden Wärme umwandelt. Es stehen mehrere unterschiedliche Wärmepumpentypen zur Auswahl.

  1. Luft-Luft
  2. Luft-Wasser
  3. Erdkollektor
  4. Erdsonde

Diese unterscheiden sich nicht nur in ihren Kosten, sondern auch in Ihrer Effektivität. Während Luft-Wasser-Wärmepumpen schon für etwa 10.000 € mit Installation (je nach benötigter Heizleistung variierend)
erhältlich sind, muss man für die Erdsonden-Wärmepumpen schon mal 25.000 € oder mehr investieren. Dies liegt bei den Erdwärmepumpen vor allem an der benötigten Bohrung. Die Kosten dafür variieren je nach Tiefe, Materialeinsatz und geologischer Gegebenheit. Jedoch erhalten Sie für die Mehrkosten auch ein effizienteres System mit einer besseren Jahresarbeitszahl. Vorab können Sie sich beim Erdwärmekataster NRW über das Thema Informieren. Hier erhalten Sie auch Informationen über die Beschaffenheit des Bodens zur Nutzung von Erdwärme.

https://www.geothermie.nrw.de/  

Die Betriebskosten der Pumpe richten sich nach Effizienz aber auch nach Ihrem Stromtarif für ihre Pumpe. Zudem natürlich auch nach Ihrem Verbrauch. Diese liegen im Durchschnitt für ein Einfamilienhaus bei etwa 1.500 bis 2.000 € im Jahr. Dies variiert jedoch. Zu den Wärmepumpen erhalten Sie weitere Informationen bei den örtlichen Handwerksunternehmen ihres Vertrauens.

Holzheizungen:

Holzheizungen sind ebenfalls eine gute regenerativ betriebene Alternative. Hier gibt es verschiedene Varianten, von der Pelletheizung, über Hackschnitzel bis hin zu Holzscheitheizungen. Alle Holzheizungen setzen auch eine Lagermöglichkeit für die Brennstoffe voraus. Die Anschaffungs- und Installationskosten solcher Anlagen belaufen sich etwa zwischen 15.000 und 30.000 €, je nach Größe und Ausführung. Laufende Kosten richten sich hier nach den Brennstoffpreisen für Holzbrennstoffe. Hinzu kommen Wartungs- und Schornsteinfegerkosten. Zu den Holzheizungen erhalten Sie weitere Informationen bei den örtlichen Handwerksunternehmen ihres Vertrauens.

Solarthermie:

Bei der Solarthermie handelt es sich um die Nutzung von Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme. Die Leistung dieser Anlagen wird durch unterschiedliche Faktoren definiert. Es gibt hier zwei verschiedene Arten von Kollektoren. Flach- und Röhrenkollektoren. Röhrenkollektoren haben eine höhere Effektivität, kosten im Schnitt auch mehr, verbrauchen jedoch weniger Fläche   als Flachkollektoren. Letztlich muss überprüft werden, welcher Typ sich am besten eignet. Dabei gibt es weitere Faktoren zu beachten: Neigungswinkel, Verschattung, Dachflächengröße und Standort bestimmen die jährliche Ausbeute an Wärmeenergie.
Entscheidet man sich für die Installation einer solarthermischen Anlage, so unterscheidet man zwischen der Nutzung zur reinen Warmwassererzeugung oder der Nutzung zur Heizungsunterstützung und zur Warmwassererzeugung. Je nach Wunsch und Bedarf ist mit Kosten in unterschiedlichen Höhen zu rechnen. Will man die Anlage nur rein zur Warmwassererzeugung nutzen, so muss man mit Investitionskosten von ca. 5.000 € rechnen. Hier können Sie einen Zuschuss an Förderung von bis zu 1.200 € erhalten. Nutzt man die Anlage zur Erzeugung von Warmwasser und zur Unterstützung des vorhandenen Heizungssystems, so ist mit Investitionskosten von etwa 10.000 € zurechnen. Hier können Sie einen Zuschuss an Förderung von bis zu 3.000 € erhalten. Die Kostenangaben gelten für ein Einfamilienhaus mit 110 m². Zur Solarthermie erhalten Sie weitere Informationen bei den örtlichen Handwerksunternehmen ihres Vertrauens.

Weitere Maßnahmen die zur Verbesserung der Heizungsanlage getroffen werden können:

1. Heizungspumpen tauschen

Der Tausch einer Heizungspumpe spart wahrlich Energie. Der Einsatz von modernen hocheffizienten Heizungspumpen lohnt sich. Pro Jahr sind Stromeinsparungen bis zu 120 € bei einem Einfamilienhaus mit 125 m² möglich.Sprechen Sie die örtlichen Handwerksunternehmen an. Diese beraten Sie und führen auch den Einbau durch. Die Pumpe kostet mit Einbau zwischen 400 und
500 €. Für die Pumpe können Sie eine Förderung erhalten. Die Höhe der Förderung beläuft sich auf 30 % der Investitionskosten für die Pumpe.  Weitere Informationen zur Förderung gibt es auf der Internetseite der BAFA unter: https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Heizungsoptimierung/heizungsoptimierung_node.html. Dort werden auch alle Schritte zum Erhalt der Förderung erklärt.

2. Heizungsrohre dämmen

Wenn ihr sonst unbeheizter Keller mollig warm ist, dann kann das vielleicht an nicht gedämmten Heizungsrohren liegen. Die Dämmung kostet pro laufenden Meter bei   30mm Isolierdicke im Baumarkt zwischen 2 und 4 €. Bei einem Einfamilienhaus mit 110 m² können so pro Jahr zwischen 200 und 300 € gespart werden.

3. Smart Home

Nutzen Sie auch wenn möglich auch Smart Home Geräte. Diese können durch intelligente Steuerung bei Heizkosten sparen helfen.

Strom sparen leicht gemacht

Ist mein Stromverbrauch normal? Was kann ich gegen einen hohen Stromverbrauch tun? Wie kann ich effektiv im Alltag Strom sparen?

Der Stromverbrauch von Privathaushalten in Deutschland ist von vielen Faktoren abhängig. Dabei kann man viele Maßnahmen ergreifen diesen möglichst gering zu halten und so den steigenden Stromkosten entgegenzuwirken.

Stromverbrauch – Normal oder hoch?

Werte für den Vergleich von Stromverbräuchen richten sich nach Personenanzahl und ob die Warmwassererzeugung durch Strom stattfindet. So ist etwa ein Stromverbrauch von 1.500 kWh/Jahr für einen 1-Personen-Haushalt normal. Dies gilt in Mehrfamilienhäusern. Für ein Einfamilienhaus mit einer Person kann man etwa 2.300 kWh pro Jahr ansetzen. Der Unterschied ist vor allem durch den Betrieb einer Heizungsanlage in einem Einfamilienhaus zu erklären. In den meisten Mehrfamilienhäusern findet dies eher zentral statt, sodass die Strombetriebskosten sich nicht direkt auf den Stromverbrauch auswirken.

Weitere Durchschnittswerte für die deutschen Haushalte lassen sich im Stromspiegel erkennen. Diesen finden Sie unter: www.stromspiegel.de

Dort können Sie auch testen, ob Ihr Stromverbrauch zu hoch ist.

Nutzen Sie auch wenn möglich auch Smart Home Geräte. Diese können durch intelligente Steuerung bei Stromsparen helfen.

Strom sparen:

Mit diesen Tipps können Sie relativ leicht Strom sparen. Dabei erfordern nur wenige Investitionen, die sich aber auch mit der Zeit rechnen.

1. Küche

  • Wasserkocher für kleine Mengen Wasser nutzen und nur so viel wie benötigt wird
  • Ofen nicht vorheizen, das spart Strom und ist meist nicht notwendig
  • Mit Restwärme kochen – häufig reicht das Ausstellen der Öfen und der Herdplatten kurz vor Ende der Garzeit, um mit der Restwärme noch kochen zu können
  • Kochen mit Deckel
  • Tipps können bis zu 50 €pro Jahr sparen

2. Kühlen und Gefrieren

  • Keine Warmen Gerichte in den Kühlschrank
  • Schnell die Tür des Kühlschranks schließen
  • Kühlschrank und Gefrierschrank regelmäßig abtauen
  • Keine unnötigen Kühl- oder Gefriereinheiten betreiben
  • Tipps können bis zu 200 € sparen, je nachdem ob unnötige Geräte stillgelegt werden. Sollten keine Geräte stillgelegt werden immerhin noch 30 €

Tausch alter Kühlgeräte:

Der Tausch alter Kühl- oder Gefriergeräte gegen neue kann pro Jahr Geld sparen und rechnet sich schnell, je älter das Gerät ist. Dabei sollte bei neuen Geräten immer auf das Label geachtet werden. Geräte mit mindestens A++ sind zu empfehlen. Je nach Gerät und Größe sind so bis zu 100 € pro Jahr drin.

3. Bad, Waschen und Wasser

  • Wenn möglich Waschmaschine mit Warmwasseranschluss nutzen

Kann bis zu 30 € pro Jahr sparen

  • Wäsche bei 30°C waschen => meist wird heutzutage bei 30°C die Wäsche auch schon sauber. Dies liegt an den modernen Maschinen und den Waschmitteln.
  • Wäsche mit Ökosparprogrammen waschen; doch Vorsicht, nicht jedes Sparprogramm entpuppt sich auch als solches wenn Sie noch Zusatzfunktionen einstellen. Schauen Sie daher immer zuerst in die Betriebsanleitung
  • Wäsche nach Möglichkeit nicht im Trockner trocknen; jedoch auch nicht in der Wohnung, das sorgt für Schimmel
  • Spülmaschine mit Warmwasseranschluss nutzen
  • Spülmaschine und Waschmaschine richtig befüllen
  • Sparduschkopf nutzen (Vorsicht bei Durchlauferhitzern, bei manchen klappt es drucktechnisch nicht)
  • Warmwassertemperatur absenken
  • Alte Warmwasserboiler und Durchlauferhitzer durch neue ersetzen

4. Geräte und Stand-By

Stand-By sollten wir nach Möglichkeit vermeiden, das ist bekannt. Wer jedoch weiter effektiv Strom sparen will sollte nicht nur über die Anschaffung effizienterer und Stromsparender Geräte nachdenken, sondern auch darüber was man wirklich braucht. Passen Sie die Größe der Geräte der Personenzahl im Haushalt an. Gerade große Kühlgeräte verbrauchen viel Strom. Letztlich jedoch reicht auch ein kleines Gerät wenn sie alleine wohnen. Für 1- bis 2-Personen-Haushalte reichen 100 bis 150 Liter bei Kühlschränken. Bei Gefriergeräten liegt der Inhalt etwa zwischen 30 (bei geringen Mengen) und 100 Litern (bei großen Mengen) pro Person im Haushalt. Das ist vollkommen ausreichend. Nutzen Sie auch hier A+++ Geräte.

Schaut man in das Wohnzimmer oder in das Büro zu Hause so lässt sich auch dort viel sparen. Verwenden Sie, wenn möglich Laptops statt Desktop-PCs. Diese brauchen im Schnitt 200 Watt weniger bei vergleichbarere Leistung. Diese kosten meist jedoch auch in der Anschaffung mehr, weshalb es rein rechnerisch wenig Sparpotenzial mit sich bringt. Jedoch tun Sie hier für ihre CO2-Bilanz was Gutes, wenn man den Verbrauch betrachtet. Brauchen Sie keinen Laptop oder PC so sparen Sie mit Handys und Tablets noch mehr Geld. Jedoch auch hier Vorsicht. Bleiben die Ladegeräte in der Steckdose, obwohl sie nicht laden, so verbrauchen auch diese unnötig Strom. Das sind im Jahr zwar nur ca. 5 € pro Gerät. Hier macht jedoch die Menge das Gift. Achten Sie auch darauf, dass sie die PCs, Laptops, Tablets und Smartphones die Sie kaufen auch bis zum Ende Ihrer Lebenszeit nutzen oder zumindest bei nicht mehr Bedarf in die weitere Benutzung geben. Die Herstellung dieser Elektronik ist zum Großteil mit hohen Umweltbelastungen verbunden. Ebenfalls ist eine sachgerechte Entsorgung wichtig, da noch Rohstoffe recycelt werden können.

5. Auf Klimaanlagen verzichten

Auch wenn die Sommer gefühlt immer länger und heißer werden ist der Einsatz von Klimageräten, gerade von mobilen, nicht zu empfehlen. Klimageräte kosten momentan im Durchschnitt ihrer Betriebsdauer pro Jahr etwa 40 €.
Damit Sie dennoch einen kühlen Kopf bewahren, hier ein paar kleine Tipps:

  • Tagsüber Jalousien und Fenster geschlossen halten
  • Nachts oder früh morgens Fenster öffnen, um frische Luft ins Haus zu bekommen.
  • Ventilatoren nutzen

Soll es dennoch im Zweifel eine Klimaanlage sein, so achten Sie darauf mindestens Geräte der Effizienzklasse A+ zu nutzen.  

6. Alte Beleuchtung durch LED tauschen

LED-Lampen sparen auch im privaten Haushalt Strom. Gegenüber den Glühbirnen können Sie bis zu 80% sparen. Der Tausch von LED wird sich gegenüber der alten Technik schnell rechnen lassen. Meist hat man nach 3 bis 5 Jahren die Mehrkosten für die Leuchtmittel wieder drin. Vor allem aber die angegebene hohe Betriebsdauer der LED-Leuchtmittel sprechen auch für sie. Hersteller geben hier meist bis zu 50.000 Betriebsstunden an. Würden die Lampen das gesamte Jahr über eingeschaltet sein, so würden sie dennoch fast sechs Jahr im Schnitt halten. So ist es rein theoretisch deutlich länger. Beim Wechsel der Leuchtmittel ist zu beachten, dass diese meist nicht in Watt angeben sind sondern in Lumen. Hier eine Umrechnung der Einheit für verschiedene Wattzahlen:

  • 25 W entspricht 180-200 lm
     
  • 60 W entspricht 590-700 lm
     
  • 100 W entspricht 1.140-1.400 lm

Versuchen sie möglichst alle alten Birnen durch neue LED-Lampe zu ersetzen und sparen Sie so nachhaltig Strom und schonen die Umwelt.

Klimaschutz für Kinder

Lese- und Spieltipps zum Thema Nachhaltigkeit

Spielerisch das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz entdecken?

Die Energieagentur NRW bietet dazu verschiedene Angebote, die in den aktuellen Zeiten zu Hause oder auch in Notgruppen von Kitas und Grundschulen genutzt werden können. Dazu zählen ein Klimaspiel – 24 Kleine Experimente zu den erneuerbaren Energien, ein EnergieMemo und ein Leseheft zum Vorlesen oder selber lesen.

Das Klimaspiel – 24 Experimente zu den erneuerbaren Energien kann mit alltäglichen Haushaltsgegenstände, wie Stiften, Schere, Wassergläsern oder Tinte durchgeführt werden. Alle Experimente befassen sich mit den Themen Wind, Wasser, Sonne und Biomasse und können sowohl drinnen, als auch draußen durchgeführt werden.

Eine Anleitung finden Sie unter:

https://www.energieagentur.nrw/content/anlagen/klimaspiel_gesamt.pdf

 

Das EnergieMemo – Richtig und Falsch gehören zusammen ist ein Spiel im Memory-Format, bei dem die Paare nicht identisch sind, sondern immer positiv und negativ sind. Was ist also zum Beispiel klimaschonender… Auto oder Fahrrad? Finden Sie es spielerisch heraus und zeigen Sie Ihren Kindern und der ganzen Familie was man alles für den Klimaschutz mit kleinen Dingen tun kann. Dabei steht Ihnen die kleine Maus unterstützend zur Seite.

https://energietools.ea-nrw.de/_database/_data/datainfopool/EA_Memo_online.pdf

 

Der Klimaluchs reist um die Welt – ein Heft zum Vorlesen oder zum selber lesen ist ein kleines Leseheft für alle interessierten Leseratten, in dem der Klimaluchs Tim Sie auf eine spannende Reise durch verschiedene Klimazonen mitnimmt. Dort lernt er die tierischen Bewohner der Orte kennen und er lernt von diesen etwas über den Klimaschutz.

Alle Materialen finden Sie unter:

www.energieagentur.nrw/wissen/pi_internet-materialien_fuer_kitas_schulen_und_zuhause