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Aktuelle Informationen von Bürgermeister Hilko Redenius

Sehr geehrte Nümbrechterinnen und Nümbrechter!

Die Corona Epedemie zwingt zu Maßnahmen, die uns bisher unbekannt waren. So wähle ich auch diesen Weg, um mich in einem offenen Brief direkt an Sie zu wenden. Ich möchte Sie informieren und beruhigen.


So wie Sie frage auch ich mich:„Ist das alles noch normal? Warum all diese Maßnahmen? Viren kennen wir doch: SARS, Schweinegrippe und nun Corona. Jetzt drehen sie aber alle durch! In Frankreich Schließung aller Schulen und Kindergärten. In Italien wird das gesamte öffentliche Leben still gelegt, in Nümbrecht wird das Schulzentrum geschlossen ….“

Erst einmal kann ich Sie mit Überzeugung beruhigen: Die Viruserkrankung verläuft bei Kindern und Erwachsenen in aller Regel in einer leichten Form. Der Körper von gesunden Menschen ist meist in der Lage, sich selbst „zu heilen“. Medikamente (wie z.B. damals mit Tamiflu bei der Schweinegrippe) gibt es (noch) nicht.

Weshalb dann aber die Schließungen und Quarantäne?

Gefährdet sind vorerkrankte Menschen (siehe hierzu auch die Ausführungen des Robert Koch Institutes) und lebensältere Menschen. Würden wir das Virus „einfach laufen lassen“ gäbe es auf einen Schlag massenhaft Erkrankte. Dadurch würde die Übertragung an die vorerkrankten und lebensälteren Menschen forciert. Explosionsartig wären auch diese Menschen betroffen und bei dieser Risikogruppe wäre eine signifikante Sterblichkeitsrate zu erwarten.

Um diese Risikogruppe so weit wie möglich zu schützen muss die Infektionskette unterbrochen werden. Nur so ist es uns möglich im Interesse Aller unsere Krankenhäuser mit „relativ wenigen“ Fällen funktionsfähig zu erhalten und nicht mit einer riesigen Krankheitswelle zu überfordern.

Wie versuchen wir die Infektionskette zu unterbrechen?

Menschen die aus Risikogebieten nach Hause kommen oder Menschen die sich nachweislich bereits infiziert haben, werden unter häusliche Quarantäne gestellt. Dies ist die einfachste Form zur Unterbrechung der Kette. Wohltuend ist, dass hier unsere Nachbarschaft funktioniert! Nachbarn und Verwandte versorgen die Menschen in Quarantäne! Danke!

Wird eine Infektion oder eine Infektionskette in einer größeren Menschengruppe ermittelt, wird bei den betroffenen eine Quarantäne angeordnet. Darüber hinaus auch bei den Kontaktpersonen. So die Vorgehensweise diese Woche in unserem Schulzentrum. Deshalb wurden die Schulen vorsorglich vorrübergehend geschlossen.

Wir warten jetzt auf die Untersuchungsergebnisse der unter Verdacht stehenden Schülerinnen und Schüler. Parallel haben wir das Schulzentrum desinfiziert. Wenn die Testergebnisse negativ ausfallen, kann die Schule am Montag wieder öffnen. Falls nicht müssen alle weiteren Kontaktpersonen der Erstinfizierten ermittelt werden und auch in Quarantäne. Das ist bei der großen Anzahl von Kontakten natürlich sehr schwer. Deshalb muss im Extremfall die Schulschließung bis auf weiteres ausgedehnt werden. Immer unter dem Aspekt, die Infektionskette zu unterbrechen.

Uns ist natürlich bewusst, dass es durch Schülerinnen und Schüler weitere Zweit- und Drittkontakte gibt. Ob z.B. durch Geschwisterkinder an andere Schulen oder auch „nur“ beim Einkauf im ALDI oder ….

Hier erfolgen erst Maßnahmen wenn eine Übertragungskette durch bestätigte Untersuchungen vorliegt.

Sofern auch NRW alle Kitas und Schulen ab nächster Woche schließt, werden wir für die Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgungsrelevanter Betriebe eine Kinderbetreuung sicherstellen.

Mit der Absage aller öffentlichen Veranstaltungen, ist ein weiterer großer Beitrag zur Unterbrechung der Infektionskette erfolgt. An dieser Stelle Danke an alle Veranstalter, die nach Rücksprache mit mir Verantwortung übernommen haben und die Veranstaltungen abgesagt oder verschoben haben. Bei den anderen habe ich die Verantwortung übernommen und die Absage der Veranstaltungen angeordnet.

Ich kann Sie nur bitten, auch im privaten Bereich Zusammenkünfte – wenn möglich – zu minimieren bzw. vorrübergehend ganz einzustellen. Denken Sie an die oben erwähnten Risikogruppen und daran, dass die Infektionskette möglichst gar nicht erst durch Sie forciert wird.

Was erwartet uns noch?

Einen genauen Verlauf kann niemand vorher sagen. Oberstes Gebot ist Ruhe und Unterbrechung der Infektionskette. Deshalb schließe ich nicht aus, dass alle öffentlichen Einrichtungen, so auch Schulen und Kindergärten vorsorglich geschlossen werden. Dann ist mehr denn je die Gemeinschaft gefragt: Kinderbetreuung, Versorgung etc. Aber ich bin mir sicher, dass wir alle das gemeinsam schaffen!

Noch einmal: Die Erkrankung verläuft bei Kindern und Erwachsenen in aller Regel in einer leichten Form. Der Körper von gesunden Menschen ist meist in der Lage, sich selbst „zu heilen“. Wir handeln derzeit einzig mit dem Ansinnen, dass die gefährdeten Menschen nach Möglichkeit verschont bleiben bzw. wenn sie betroffen sind, ausreichend Klinikbetten zur Verfügung stehen!

Die von mir geschilderten Maßnahmen sind Vorsorgemaßnahmen, damit wir nach Möglichkeit nicht in die Situation kommen, dass uns eine Welle von Erkrankungen überrollt. Bleiben Sie ruhig und gelassen. Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger ist gewährleistet. Halten Sie sich an die beschriebenen Schutzmaßnahmen und wägen Sie ab zwischen Vernunft und Panik.

Sofern Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns.

Bürgertelefone geschaltet

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat darüber hinaus ein Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Nummer 0211 8554774 geschaltet.

Auch der Oberbergische Kreis hat ein Bürgertelefon für allgemeine Fragestellungen unter der Nummer 02261 883888 eingerichtet. Nähere Informationen auf der Internetseite des OBK.

Erreichbarkeit der Gemeindeverwaltung:

Sie erreichen das Bürgertelefon der Gemeindeverwaltung unter der Telefonnummer: 02293 302167, außerhalb der Dienstzeit das Bereitschaftstelefon des Ordnungsamtes unter: 0173 7399199.

Mich erreichen Sie unter 02293 302100 bzw. 0170 3333413 oder hilko.redenius@nuembrecht.de   

Mit den besten Grüßen und bleiben Sie gesund

Ihr

Bürgermeister Hilko Redenius

 


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