Geschichte

  • Die Beschreibung des Wappens erfolgt gemäß der Heraldik
    Rechts und links in der Heraldik: die Begriffe sind in der Heraldik anders bestimmt. Die Seitenbezeichnung leitet sich noch aus der Zeit her, als das Wappen noch ein Kampfschild war. Die Angaben „links“ und „rechts“ beziehen sich in der Heraldik immer auf den Schildträger, das ist der hinter dem Schild Stehende, und nicht auf den Betrachter. Der Schildträger steht hinter dem Wappenschild und blickt den Betrachter an. So ist heraldisch rechts vom Betrachter aus die linke Seite, welche in Beschreibungen auch als vorn benannt wird. Sinngemäß ist hinten die linke Seite des Schildträgers und der Betrachter blickt im realen Leben eigentlich nach rechts.
     
  • Das Wappen der Gemeinde Nümbrecht ist aus dem ursprünglichen Wappen der früheren Herrschaft Sayn zu Homburg entstanden. Auf rotem Untergrund sind zwei Türme dargestellt. Der linke Turm ist niedriger als der rechte. Das Wappen ist in zwei gleich große Felder unterteilt. Ein silbernes Tor mit Fallgatter unter einem spitzen Giebel steht zwischen den beiden Türmen und unterbricht die Feldeinteilung des Untergrundes. Über dem niedrigen linken Turm ist in Miniaturgröße das Herrschaftswappen Sayn dargestellt. Zwei Felder mit rotem Grund zeigen diagonal versetzt den Homburger Löwen. Die jeweils gegenüberliegenden Felder zeigen schwarze Balken auf silbernem Grund.
     
  • Graf Ludwig von Wittgenstein übernahm im Jahr 1604 nach dem Siegburger Vergleich das Sayn’sche Wappen, nachdem der letzte Graf von Sayn, Heinrich IV., auf seinen Anteil an der Herrschaft Homburg verzichtet hatte.
     
  • Die Gemeinde Nümbrecht begründet das Recht zu Wappenübernahme damit, daß das Dorf Nümbrecht Hauptort der ehemaligen Herrschaft Homburg war. Der obere Teil des Dorfes gehörte zum Burgbann, das heißt zum äußeren Burgbezirk.
     
  • Am 01.07.1969 erfolgte die kommunale Neugliederung des Oberbergischen Kreises. Die ehemaligen Gemeinden Nümbrecht und Marienberghausen wurden ab dem 01.07.1969 zusammengelegt. Der Regierungspräsident hat mit Urkunde vom 18.12.1969 die Genehmigung erteilt, daß dieses historische Wappen von der jetzigen Gemeinde Nümbrecht weitergeführt wird.
  • 600 - 700 
    Die ersten Siedlungen im Oberbergischen Raum entstehen.
  • 768 - 918 
    Es ist wahrscheinlich, dass Nümbrecht als Siedlung bereits existierte. (Nümbrecht bedeutet: abgemessener Bezirk für eine neue Siedlung)
  • 900 - 1200 
    Die Siedlung Marienberghausen entsteht. 955 Vermutliches Baujahr der evangelischen Kirche in Nümbrecht.
  • 1131 
    Erste urkundliche Erwähnung der Siedlung Nümbrecht.
  • 01.12.1264 
    Mit der Übernahme der Grafschaft von Sayn durch Gottfried I. beginnt die Geschichte der Herrschaft Homburg.
  • 1268 - 1276 
    Gottfried I. läßt die Burg Homburg als Residenz bauen.
  • 1359 
    Der damalige Graf von Sayn heiratet die Tochter des letzten Grafen von Wittgenstein und erweitert seinen Namen zu "von Sayn Graf zu Wittgenstein".
  • 1665 
    Die Kapelle von Marienberghausen wird zu einer Kirche ausgebaut, die in ihrer Form noch heute erhalten ist.
  • 1743 
    Die homburgische Eigendynastie erlischt. Die Herrschaft fällt an das Haus Sayn-Wittgenstein-Berleburg.
  • 1792 
    Christian Heinrich, Graf von Sayn-Wittgenstein-Berleburg wird in den Fürstenstand erhoben.
  • 1806 
    Sein Sohn Friedrich-Albert verliert die Hoheitsrechte als Landesherr durch die Gründung des Rheinbundes. Nach 530 Jahren endet damit die homburgische Landesherrschaft.
  • 1808 
    Die beiden Mairien Nümbrecht und Marienberghausen werden gegründet und dem napoleonischen Großherzogtum Berg angegliedert. 1813 Die Herrschaft der Franzosen ist beendet, und die Mairien - umbenannt in Bürgermeistereien - stehen unter preußischer Oberhoheit.
  • 1845 
    Die Rheinische Gemeindeordnung wird erlassen. Damit kann sowohl in Nümbrecht wie auch in Marienberghausen der erste Gemeinderat gewählt werden kann.
  • 1933 
    Die Verwaltungsgeschäfte gehen auf Mitglieder der NSDAP über. 12 Jahre lang herrschen auch in Nümbrecht Angst und Willkür.
  • 1946 
    Die Gemeinden werden demokratisiert und neue Gemeinderäte gewählt.
  • 1968 
    Die Verwaltungen der beiden Gemeinden Marienberghausen und Nümbrecht schließen sich zusammen.
  • 1969 
    Mit dem Inkrafttreten des "Gesetzes über die Neugliederung des Oberbergischen Kreises" entsteht aus Marienberghausen und Nümbrecht die heutige Großgemeinde.
  • 1973 
    Nümbrecht erhält die staatliche Anerkennung als Luftkurort.
  • 1987 
    Nümbrecht erhält die staatliche Anerkennung als heilklimatischer Kurort.
  • 1992 
    Gründung des Gymnasiums in Nümbrecht.
  • 1994 
    Gründung der Sophie Scholl Realschule.
  • 1995 
    Eröffnung der Rhein-Sieg-Klinik - Fachbereiche Orthopädie und Neurologie - an der Höhenstraße in Nümbrecht.
  • 2003 
    Als erste Kommune in NRW wurde Nümbrecht mit der Umweltdachmarke Viabone ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde Nümbrecht als Heilklimatischer Kurort der Premium Class klassifiziert.
  • 2006 
    875-Jahr-Feier der Gemeinde Nümbrecht mit einer Jubiläumswoche unter Beteiligung vieler Vereine, Ortschaften und Bevölkerungsgruppen.